Gedichte mit Tradition, Folge 212: »Rosenstreit.« von Patricia Falkenburg

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer Patricia Falkenburg Rosenstreit.Gertrude Stein: »A rose is a rose is a rose« Mein Liebster zürnt:»Stachlige UngeheuerPflanztest duAuf unsere Beete.Scharfe Waffen,Mich zu verheeren!« Mein Liebster drohtMit Vernichtung undAchtet kaum meiner Tränen.»Schön blüht auchDie schwerköpfige Pfingstrose.Schön die sanfte IrisMit ihrem zärtlichen Fell.« Doch mich nährt derDuft meiner Rosen im Gartenwind,Übers Jahr, wenn Iris undPfingstrose verblüht sindSchon längst. »Liebster, komm: IchPflege die Rosen. DieStriemen auf deiner HautDecke ich mit Zärtlichkeit undIn der vielfarbigen Blüten PrachtWollen wir uns wieder vertragen. Ist doch eine RoseEine Rose, alleinEine Rose.« […]

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Das knifflige Poesiepuzzle, Folge 10: Das Lyrische und das Komische

Achim Raven veröffentlicht in loser Folge am 13. eines Monats Überlegungen zu Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Gedichteschreibens. Im ersten Beitrag geht es um den Vers, der weder Zeile noch Satz ist und in der Ambivalenz seiner Möglichkeiten höchsten Scharfsinn oder aber bodenlose Dumpfheit befördern kann. Das Lyrische und das Komische 1.) Allgemeiner Teil: Kleine Philosophie der literarischen Komik Das Komische gilt gemeinhin als etwas, das uns entweder erheitert, guten Mut macht, oder uns aber zur schadenfrohen Boshaftigkeit anstachelt. Es hält sich nicht an die Regeln der Folgerichtigkeit. Es ist amoralisch und akausal, weil es einer Lustökonomie folgt, die ihre eigenen […]

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Auf der Jagd nach dem Weltgeist: Till Rodheudts neuer Lyrikband »sub specie aeternitatis«

Da traut sich einer dies: den großen Wurf versuchen. Mit Kleinigkeiten hält sich Till Rodheudt in seinem zweiten Lyrikband, mit dem Titel »sub specie aeternitatis« (dt. »Unter dem Gesichtspunkt der Ewigkeit«) soeben in der Reihe Poesie 21 erschienen, nicht auf. Er jagt den Weltgeist, will den Menschen an sich auf der Erde und im Universum vermessen und erkunden, will das Grundsätzliche erörtern, bildgewaltig und mit Mut zum Pathos. Rodheudt greift dazu in die Literatur-, Philosophie- und Kunstgeschichte aus, bedient sich in der antiken Mythologie, am Biblisch-Religiösen, im Mittelalterlichen und dem Kosmos fremder Kulturen sowie am Hier und Heute, an Naturwissenschaft, […]

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Gedichte für Kinder – Folge 76: Acht Kindergedichte von Wolfgang Oppler

Gedichte für Kinder

Uwe-Michael Gutzschhahn präsentiert jeweils am 10. eines Monats auf DAS GEDICHT blog faszinierende Kindergedicht-Autoren mit ihren vielfältigen Spielarten der Kinderpoesie. Denn das Kindergedicht soll lebendig bleiben – damit aus jungen Gedichtlesern neugierige Erwachsene werden, die sich an die Klänge und Bilder der Poesie erinnern, statt an die Last der didaktischen Lyrikinterpretation.   Tanz auf der Wiese Ein Känguru mit Stöckelschuh stolziert durch eine Wiese. Da fragt die Kuh: »Wer bist denn du?« – »Man nennt mich Anneliese.« Und es holt das Grammophon aus seinem Beutel raus, und dann schwingen sie das Tanzbein hin und her, und 11 Regenwürmer pflücken einen […]

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