Eingestreute Gedichte: winterbild

 

fitzgerald kusz

winterbild

di bamm reggn iä nagggeddn äsd ind häih
zweich ibä zweich wachsn aus innern
wäi hoä afferm kubf ned zu zähln

hindä di bamm gäihd di sunnä langsam undä
vuäm helln himml werrn di äsd und zweich
ganz schwazz su schwazz wäi ä scherenschnidd

mä koo goä ned aufhäiern
hiizuschauä

 

winterbild

die bäume recken ihre nackten äste in die höhe
zweige und nochmals zweige wachsen aus ihnen
wie haare auf einem kopf nicht zu zählen

hinter den bäumen geht die sonne langsam unter
vor einem hellen himmel werden die äste und zweige
ganz schwarz so schwarz wie ein scherenschnitt

man kann gar nicht aufhören
hinzuschauen

 

© Fitzgerald Kusz

 

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