Eingestreute Gedichte: »Wenn es dunkel wird an Halloween« von Jan-Eike Hornauer


Jan-Eike Hornauer

Wenn es dunkel wird an Halloween

dem Dom seins

… und es leuchten Kürbisfratzen
wieder gruslig durch die Nacht:
Hörst du schon die Werwolfstatzen,
wie ein Geist ganz irre lacht,

wie dort Ketten ferne klirren,
weil man Monster nun befreit,
wie schon Hexen zu uns schwirren? –
Es beginnt die Horrorzeit!

Jede Kreatur des Bösen
kriecht, schlurft, hetzt und fliegt heran.
Niemand kann uns noch erlösen
von der Hölle rohem Bann.

Werfen wir uns drum ins Treiben,
und zwar teuflisch gut getarnt:
Jeder darf am Leben bleiben,
dessen Menschsein man nicht ahnt.

Werde Zombie, Hexenmeister,
Racheengel, Gnom, Vampir,
feire lautstark dunkle Geister,
spür die Finsternis in dir!

Mit Dämonen tief im Bunde
geht’s dann heiter durch die Nacht;
und kaum graut die Morgenstunde,
bist nur du’s, der irr noch lacht …


© Jan-Eike Hornauer, München


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