Gedichte mit Tradition, Folge 213: »Herbst« von Simon Gerhol

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer Simon Gerhol Herbst Tag für TagAuf der Bank am BachFlanieren BlätterIn trägem FließenVorüber grüne ZweigeSpäter im JahrSonnengewelktes LaubLosgelöste!Wohin trägt die Strömung euch? Jahr um JahrAuf der Bank im ParkSchreiten BeineIn schlendernder HetzeVorbei. Joggende SpaziererIm HerbstGetrockneter GedankenAufgelöste!Wohin schlittert ihr übers Eis? © Simon Gerhol, Grasbrunn (b. München) »Gedichte mit Tradition« im Archiv Zu dieser Reihe: »Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie« ist eine Online-Sammlung zeitgenössischer Poeme, die zentral auf ein bedeutendes Werk referieren, ob nun ernsthaft oder humoristisch, sich verbeugend […]

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Das knifflige Poesiepuzzle, Folge 10: Das Lyrische und das Komische

Achim Raven veröffentlicht in loser Folge am 13. eines Monats Überlegungen zu Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Gedichteschreibens. Im ersten Beitrag geht es um den Vers, der weder Zeile noch Satz ist und in der Ambivalenz seiner Möglichkeiten höchsten Scharfsinn oder aber bodenlose Dumpfheit befördern kann. Das Lyrische und das Komische 1.) Allgemeiner Teil: Kleine Philosophie der literarischen Komik Das Komische gilt gemeinhin als etwas, das uns entweder erheitert, guten Mut macht, oder uns aber zur schadenfrohen Boshaftigkeit anstachelt. Es hält sich nicht an die Regeln der Folgerichtigkeit. Es ist amoralisch und akausal, weil es einer Lustökonomie folgt, die ihre eigenen […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 209: »Die Amurleopardin« von Christian Engelken

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»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Christian Engelken Die Amurleopardin Ihr Hunger ist vom Untergang der WälderSo groß geworden, dass ihn nichts mehr stillt.Ihr ist, als gäb’ es in der Welt nur FelderUnd auf den Feldern nicht das kleinste Wild. Sie macht jetzt täglich eine weite Reise –Mit diesen Strecken hält sie kaum noch Schritt.Sie ist gebannt in tausend Teufelskreise –Die Kraft kommt mit dem Hunger nicht mehr mit. Noch einmal kann sie sich erfolgreich paaren,Gebiert ein Krankes, sorgt nicht mehr dafür.Sein Vater frisst es auf mitsamt den […]

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Das knifflige Poesiepuzzle, Folge 9: Die Metapher

Achim Raven veröffentlicht in loser Folge am 13. eines Monats Überlegungen zu Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Gedichteschreibens. Im ersten Beitrag geht es um den Vers, der weder Zeile noch Satz ist und in der Ambivalenz seiner Möglichkeiten höchsten Scharfsinn oder aber bodenlose Dumpfheit befördern kann.   Die Metapher   Metápher oder Metaphŏra (griech.), in der Rhetorik die Vertauschung des eigentlichen Begriffs mit einem andern, der mit jenem in einem Punkte (tertium comparationis) übereinstimmt. Sie dient wie jede Trope (s. d.) zur Versinnlichung, z. B. «Hafen» statt «Zuflucht», «kalt» für «gefühllos». – Vgl. J. Müller, Das Bild in der Dichtung. Philosophie […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 207: »Panther und Bauer« von Axel Kutsch

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»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Axel Kutsch Panther und Bauer Ein Panther klopft ans Scheunentor. Ein junger Bauer tritt hervor. »Was willst du, Panther?« fragt der Bauer. »Sperr mich ein. Die Welt wird rauer, gnadenloser, hundsgemein. Lass mich dein Gefangener sein.« Junger Bauer schreibt auf Twitter: »Habe Panther hinterm Gitter.«   © Axel Kutsch, Bergheim / Erft       »Gedichte mit Tradition« im Archiv Zu dieser Reihe: »Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie« ist eine Online-Sammlung zeitgenössischer Poeme, die zentral auf ein […]

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