Gedichte mit Tradition, Folge 69: »Weihnachten«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Jan Causa Weihnachten Stress entflammend zieht durch Lampenhelle, Schrill wie Mädchenbands, die Weihnachtszeit, Die Verwandten weht es auf die Schwelle Nun zum Zwecke der Gemeinsamkeit. Handys sitzen stumm im stillen Kreise, Und das alte Lied von Neid und Zwist Ruht in allen Seelen und spricht weise, Dass es einmal kurz vergessen ist.   © Ingo Wachtmeister, Iserlohn     »Gedichte mit Tradition« im Archiv Zu dieser Reihe: »Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie« ist eine Online-Sammlung zeitgenössischer Poeme, […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 63: »Das einsame Brusthaar«

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»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Jan-Eike Hornauer Das einsame Brusthaar Ein Brusthaar stand einsam und ganz alleine; die riesige Brust, sie war zwar die seine, dies große Gebiet, es machte zwar stolz, doch dieses Gefühl war unfest und schmolz, vergleichbar dem Schneeball, schön erst und fest, der in warmem Raum sich selber verlässt. Wie gern wollte es doch anderen zeigen, welch’ herrliche Gegend ihm war zu eigen! Von Sehnsucht getrieben reckte es sich bald ganz weit heraus, selbst gegen den Strich, und machte sich krumm und machte […]

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Gedichte mit Tradition, Folge 3: »Ringelnix«

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»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Volker Maaßen Ringelnix Den Stips ans Reh aus Gips vergaß ich nix. Nach ein paar weitren Bierchen wollt ich erneut zum Tierchen. Es war schon gegen sieben. Wo war das Reh geblieben? Den kleinen Baum, den sah ich kaum – ich war wohl richtig hagelblau – und stipste schließlich eine Frau, die hatte Augen wie ein Reh. Sie war aus Fleisch und Blut, doch keine Angst, dass sich was tut: Wie ich es seh, so schlaf ich eh. Und das ist gut. […]

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Humor in der Lyrik – Folge 2: Joachim Ringelnatz (1883–1934), poetischer Schalk und schabernackelnder Abenteurer

Humor in der Lyrik

Die Behauptung ›Lyriker haben keinen Humor‹ gehört zu den unausrottbaren Missverständnissen. Doch gerade in dieser literarischen Gattung blüht Humor in allen Facetten. Alfons Schweiggert stellt an jedem 25. des Monats lyrischen Humor und humorvolle Lyriker in seiner Rubrik »Humor in der Lyrik« vor. Als Kolumnist von DAS GEDICHT blog will er damit Anregungen geben, Humor in der Lyrik zu entdecken und humorvolle Vertreter dieser Gattung (wieder) zu lesen.   Was war er nicht alles, dieser skurrile Poet! Schwer erziehbarer Schulversager, Leichtmatrose, Kaufmannslehrling, Hausmeister in England, Landstreicher, Lehrling in einer Dachpappenfabrik, Schlangenträger, Wahrsager, Angestellter in einem Münchner Reisebüro, Schaufensterdekorateur, Gartenschullehrer, Bibliothekar […]

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»WortBildKünstler. Von Goethe bis Ringelnatz. Und Herta Müller« von Ulrich Luckhardt (Hrsg.)

rezensiert von Paul-Henri Campbell Ulrich Luckhardt (Hrsg.) »WortBildKünstler. Von Goethe bis Ringelnatz. Und Herta Müller« Der Hatje Cantz Verlag bestätigt seine unangefochtene Kompetenz bei komplexen Publikationsprojekten aufs Neue. In dem Band »WortBildKünstler. Von Goethe bis Ringelnatz. Und Herta Müller«, der als Katalog zu zwei Ausstellungen im Rahmen der Internationalen Tage Ingelheim und in den Lübecker Museen entstand, präsentiert der Verlag unter Herausgeberschaft von Ulrich Luckhardt einige anregende Stichproben von »künstlerischen Doppelbegabungen«. Luckhardt stellt das Ausstellungskonzept in einen weiten kulturwissenschaftlichen Horizont. Fokussierte Künstlerbiographien zu Johann Wolfgang von Goethe, Justinus Kerner, Victor Hugo, George Sand, Hans Christian Andersen, Wilhelm Busch, Paul Scheerbart, […]

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