Archiv der Rubrik »Vers der Woche«

Jeden Sonntag kommentiert DAS GEDICHT-Herausgeber Anton G. Leitner in dieser Rubrik das große und kleine Weltgeschehen der vorangegangenen Woche mit einem Vers, wenn nötig auch mit mehreren. Mal widmet er sich privateren Themen, mal politischeren, manchmal bedichtet Leitner auch aktuelle Ereignisse. Dabei mit Vorliebe so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, nämlich auf Bairisch. Bisweilen küsst ihn die Muse aber auch hochdeutsch. 28.11.2021 Ein Mann ohne Schurz ist nur halb angezogen, sagen sie in Südtirol, von wo aus einst einige unserer Vorfahren aufgebrochen sind – vom Passeiertal in die Oberpfalz, von der Oberpfalz nach Oberbayern. »Ein Anton Leitner kämpfte Seite […]

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Deutsch-tschechischer Poesiedialog, Folge 49: ALS WÄRE DIE NACHT EINE SCHEIBE – JAKO BY NOC BYLA PLOCHÁ

Klára Hůrková stellt an jedem 17. des Monats interessante lyrische Funde aus ihren beiden Heimatländern Tschechien und Deutschland vor. Sie übersetzt ausgewählte Texte in die jeweils andere Sprache in der Absicht, Ähnlichkeiten und Unterschiede sowie aktuelle Themen und Tendenzen in der Gegenwartslyrik beider Länder herauszustellen. Damit verfolgt sie Spuren einer langen und reichen Kulturtradition, welche durch die fatalen Ereignisse des 20. Jahrhunderts unterbrochen wurde.       ALS WÄRE DIE NACHT EINE SCHEIBE – JAKO BY NOC BYLA PLOCHÁ   Die Lyrikwelt trauert um die Dichterin Marie T. Martin, die am 2. November 2021 im Alter von 39 Jahren nach […]

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Neugelesen – Folge 36: Ai Qing »Schnee fällt auf Chinas Erde. Gedichte«

Literatur ist vergänglich, trotz ihrer Materialität. Denn allmählich entschwinden Bücher in Archivbibliotheken und verlassen unseren Erfahrungshorizont. David Westphal möchte in Nachfolge an die Kolumne »Wiedergelesen« dagegen anschreiben. Er stellt an jedem 15. des Monats Vergessenes und Neugelesenes in seiner Rubrik »Neugelesen« vor (in memoriam Erich Jooß, † 2017).     Ich ringe. Mit den Worten. Mit den Vorurteilen. Mit meinem beschränkten Wissen über China. Mit geteilten Meinungen, gemischten Medienberichten, verwirrender Außenwirkung und weiten Entfernungen. Ich ringe mit meiner Vorliebe für Marx‘sche Kapitalismuskritik und Chinas Marx. Mit Lenin, Mao; mit China.   Ich suche. Nach Gemeinsamkeiten. Nach Antworten und den richtigen […]

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Das knifflige Poesiepuzzle, Folge 11: Die Schöne und das Biest

Achim Raven veröffentlicht in loser Folge am 13. eines Monats Überlegungen zu Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Gedichteschreibens. Im ersten Beitrag geht es um den Vers, der weder Zeile noch Satz ist und in der Ambivalenz seiner Möglichkeiten höchsten Scharfsinn oder aber bodenlose Dumpfheit befördern kann. Die Schöne und das Biest Gedichte sind schön. Besonders schön an ihnen ist, wie sowohl hinter dem Text als auch vor dem Text die Gefühle sich ausleben dürfen. In Gero von Wilperts Sachwörterbuch der Literatur wird das hinter dem Text als innerseelische Vorgänge bezeichnet, entstanden durch gemüthafte Weltbegegnung, das davor als einfühlendes Mitschwingen. Klingt heutzutage […]

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