Die Lyriker-Elf von dasgedichtblog unter Leitung von Jan-Eike Hornauer kommentiert die Fußball-WM am Zuckerhut
Franziska Röchter
princen-duell (deutschland : ghana)
heut wird’s für 2 mal Boateng
in Fortaleza etwas eng
ein kampf so hart bis auf das blut
ist unter brüdern doch nicht gut
wär ich die mutter von den beiden
ich sähe keinen gerne leiden
und wünschte mir familienfrieden
deshalb mein tipp heut: unentschieden!
© Franziska Röchter, Verl
+ Zum AutorFranziska Röchter wurde 1959 im niedersächsischen Holzminden geboren. Sie lebt heute als freie Autorin und Kleinverlegerin in Verl (NRW). Ihre Schaffensschwerpunkte sind Lyrik, Kurzprosa und Slam Poetry. U. a. gewann sie 2011 den Lyrikpreis »Hochstadter Stier«. Ihre Lyrik in ihrem Einzelband »hummeln im hintern« (Steinmeier, Reihe »Poesie 21«) erinnert die Literaturzeitschrift Am Erker an »große (meist männliche) Namen des lyrischen Humors«. Literalyrisch betextete sie zuletzt die Bilder Adam Grimanns in »bis ans ende der zeiten. amen« (chiliverlag) sowie die Veranstaltung »Diagonale 5« in der Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld. Mit »So (ne) Nette« (chiliverlag) gab sie 2013 eine Sammlung zeitgenössischer Sonette heraus.
www.Franzis-Litfass.biz
Die WM 2014 in Brasilien ausführlich zu kommentieren, und zwar meinungsstark und ästhetisch anspruchsvoll, substantiell und schnell, mit klarem Fokus auf die Spiele selbst (und unter ihnen freilich besonders die mit deutscher Beteiligung), doch auch Randaspekte und Abwegigkeiten nicht missachtend – das ist das Ziel der Dichtermannschaft von dasgedichtblog um Kapitän Jan-Eike Hornauer, bestehend aus: Michael Hüttenberger, Alex Dreppec, Anton G. Leitner, Hellmuth Opitz, Michael Augustin, Paul-Henri Campbell, Michael Sailer, Franziska Röchter, Melanie Arzenheimer und Matthias Kröner. Alle bereits im Blog geposteten Folgen von »Vom Leder gezogen – zur WM 2014 in Brasilien« finden Sie hier.
Franzi, Du bist unser neues Orakel!
Das tägliche Gedicht vom Liederpoet
Der Ball nimmt Rache
Der Ball wird hin und her getreten
die Fans, laut um Erlösung beten
Dann endlich, es ertönt a „Schroah“
Da liegt er drin, der Ball, im Tor
Für die einen Grund zum Jubel
für den Schützen rollt der Rubel
gegenüber Schmerzensschrei
man wär so gerne vorn dabei
Ein scharfer Pfiff, durchdringend schrill
das ist das Ende von dem Spiel
die eine Hälfte, Helden
die Ander’n haben nichts zu melden
Der Ball grinst böse und zufrieden
ja, er hat das Spiel entschieden
denn, hätte er gewollt
wär‘ er ins andre Tor gerollt
© 2014 Der Liederpoet
DAs wuerd auch Mutti Klitschko sofort unterschreiben.