Lockdown-Lyrik 2.0 / 136: »Osterurlaub« von Wolfgang Hübner

»Lockdown-Lyrik 2.0! Quarantäne poetisch ausleuchten – etwas ernst zu nehmen heißt nicht, sich davon unterkriegen zu lassen« ist eine Online-Sammlung von Gedichten, die sich mit der Corona-Krise befassen. Es darf uns weiterhin die Sprache nicht verschlagen! In loser Folge erscheinen neue Episoden der nun von Sabine Schiffner, Anton G. Leitner, Alex Dreppec und Fritz Deppert herausgegebenen Anthologie (Dank an Jan-Eike Hornauer, Mitherausgeber Folge 1-154).

 

Wolfgang Hübner
 

Osterurlaub

Leere Strände.
Leere Hände.
Leere Orte.
Leere Worte.

Leere Züge.
Leere Krüge.
Leere Seelen.
Leere Kehlen.

Sie sind alle
voll auf Malle.

 

© 2021 Wolfgang Hübner, Berlin
(Redaktion: Anton G. Leitner)

 

 

Lockdown Lyrik 2.0. Wir hatten gehofft, dass es zu keinem zweiten Lockdown mehr kommen würde. Aber jetzt ist er angeordnet, der sog. »Wellenbrecher-Lockdown«. Er beginnt in Deutschland ab Montag, den 2. November 2020 – mit der Aussicht auf triste Herbst- und Wintertage. Grund genug für die Redaktion der Jahresschrift DAS GEDICHT, ihre vieldiskutierte Netz-Anthologie zur Corona-Krise vom Frühjahr 2020 wieder hochzufahren. Möge diese Online-Sammlung zur Pandemie uns allen einmal mehr dabei helfen, tief Luft zu holen und möglichst viele Aspekte der weltweiten Katastrophe mit dem Instrumentarium der Lyrik auszuleuchten, damit wir und unsere Leserinnen und Leser mental nicht unter die zweite Welle geraten!

Sabine Schiffner, Alex Dreppec, Fritz Deppert und Anton G. Leitner
 
PS: Alle bereits geposteten Folgen von »Lockdown-Lyrik! Quarantäne querdenken – etwas ernst zu nehmen heißt nicht, sich davon unterkriegen zu lassen« finden Sie hier. In loser, jedoch zügiger Folge wird die Sammlung erweitert.

 

Ein Kommentar

  1. LENZ UND INZIDENZ

    Frühling lässt flattern sein blaues Band,
    Doch Corona hält im Griff das Land.
    Mit Hoffen auf Impfung und Test
    Steuern wir an das Osterfest.

    Trotz Shutdown und Inzidenz
    Zieht nun ein bei uns der Lenz.
    Es grünt in Wald und Wiese,
    Der Frühling kennt keine Krise.

    Farbenpracht und Blütenduft
    Locken an die frische Luft;
    Labsal für Seele und Brust,
    Wanderlust statt Coronafrust.
    Tabu ist noch der ferne Strand,
    Erkunden wir das Heimatland.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Herzliche Grüße aus Thüringen

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