»Wendepunkte | Der poetische Dreh«: Vorstellung DAS GEDICHT Bd. 26 / Herbst 2018 am 24.11.2018 in Schleswig

Samstag, 24.11.2018, 19 Uhr Haus der Kulturstiftung Suadicanistr. 1, 24837 Schleswig Zum ersten Mal feiert DAS GEDICHT seine Premiere nicht im tiefen Süden, sondern im hohen Norden Deutschlands. An der Festlesung in Schleswig nehmen zehn Poetinnen und Poeten teil: Herausgeberin Melanie Arzenheimer (Eichstätt), Michael Augustin (Bremen), Ulrich Beck (Bremen), Sujata Bhatt (Bremen), Uwe-Michael Gutzschhahn (München), Herausgeber Anton G. Leitner (Weßling bei München), Thilo Mandelkow (Taarstedt), Arne Rautenberg (Kiel), Manfred Schlüter (Hillgroven) sowie ein Überraschungsgast. Die wichtigste Wende in der deutschen Nachkriegsgeschichte war der Mauerfall von 1989. Im Jahr 2019 jährt sich dieser existenzielle deutsch-deutsche Umbruch mit seinen globalen Auswirkungen zum […]

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Deutsch-tschechischer Poesiedialog, Folge 9: »Egon Schiele in Krumau« / »Egon Schiele v Krumlově« von Erich Jooß

Klára Hůrková stellt an jedem 17. des Monats interessante lyrische Funde aus ihren beiden Heimatländern Tschechien und Deutschland vor. Sie übersetzt ausgewählte Texte in die jeweils andere Sprache in der Absicht, Ähnlichkeiten und Unterschiede sowie aktuelle Themen und Tendenzen in der Gegenwartslyrik beider Länder herauszustellen. Damit verfolgt sie Spuren einer langen und reichen Kulturtradition, welche durch die fatalen Ereignisse des 20. Jahrhunderts unterbrochen wurde.   Spuren hinterlassen Der Maler Egon Schiele lebte mit seiner Lebensgefährtin Wally Neuzil in Krummau (Český Krumlov), dem Geburtsort seiner Mutter, nachdem er 1911 Wien verlassen hatte. Die malerische Kulisse dieser Stadt wurde zu einem Lieblingsmotiv […]

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Neugelesen – Folge 1: Erich Jooß: »blues in der früh«

Literatur ist vergänglich, trotz ihrer Materialität. Denn allmählich entschwinden Bücher in Archivbibliotheken und verlassen unseren Erfahrungshorizont. David Westphal möchte in Nachfolge an die Kolumne »Wiedergelesen« dagegen anschreiben. Er stellt an jedem 15. des Monats Vergessenes und Neugelesenes in seiner Rubrik »Neugelesen« vor (in memoriam Erich Jooß, † 2017).   Wie lange lebt ein Gedicht? Vielleicht war es diese Frage, die Erich Jooß zu Beginn seiner Kolumne »Wiedergelesen« umtrieb. Die Antwort scheint indessen unmöglich. Die viel verehrte Sappho hält sich seit der Antike, obwohl kaum etwas von ihrer Person bekannt ist. Karl Krolows Gedichte hingegen verschwinden mehr und mehr aus dem […]

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Rückblick auf 25 Jahre DAS GEDICHT – Folge 4: Uwe-Michael Gutzschhahn, Erich Jooß und Johannes Zultner

Uwe-Michael Gutzschhahn. Foto: Volker Derlath

Seit 25 Jahren begleitet die Zeitschrift DAS GEDICHT kontinuierlich die Entwicklung der zeitgenössischen Lyrik. Am 25. Oktober 2017 lud DAS GEDICHT zu einer öffentlichen Geburtstagslesung mit 60 Poeten aus vier Generationen und zwölf Nationen ins Literaturhaus München ein. Fotograf Volker Derlath hat die Veranstaltung für DAS GEDICHT blog in Bildern festgehalten. In loser Folge präsentieren wir ihnen einzelne Fotos der beteiligten Poetinnen und Poeten, sowie einen Mitschnitt einzelner Lesungen und Veranstaltungsbeiträge, die von Lorenz Kainz (München) geschnitten und akustisch aufbereitet wurden. Uwe-Michael Gutzschhahn liest »Sieben Leben« und »Gebet«   Erich Jooß liest »Zufällige Begegnung in Oberschwaben« und »Im Kirschbaum«   […]

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Gedichte für Erwachsene können auch Gedichte für Kinder sein (und umgekehrt)

von Erich Jooß »Der verschlossene Raum«, so überschrieb Jan Wagner seine »Münchner Rede zur Poesie«, die er 2012 im Lyrik-Kabinett gehalten hat. Sie ist inzwischen in einer Sammlung mit »beiläufiger Prosa« dokumentiert. Auch für diesen 2017 herausgekommenen Essayband hat Jan Wagner den Titel »Der verschlossene Raum« gewählt – ein Hinweis darauf, wie wichtig ihm der Begriff ist. Auf 26 Seiten liefert die Rede einen Schlüssel zum Werk des Dichters und entfaltet gleichzeitig eine kleine Poetologie der modernen Lyrik. Ausgehend vom »Locked Room Mystery« der Detektivgeschichte beschreibt Wagner den »verschlossenen Raum« des zeitgenössischen Gedichts: verschlossen deshalb, weil der Leser, sobald er […]

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