Lockdown-Lyrik 24: »… auch die letzten Läden« von Barbara Weinzierl & Jan-Eike Hornauer

»Lockdown-Lyrik! Quarantäne querdenken – etwas ernst zu nehmen heißt nicht, sich davon unterkriegen zu lassen« ist eine Online-Sammlung von Gedichten, die sich mit der Corona-Krise befassen. Es darf uns die Sprache nicht verschlagen! In loser Folge erscheinen neue Episoden der von Alex Dreppec, Jan-Eike Hornauer und Fritz Deppert herausgegebenen Anthologie.   Barbara Weinzierl & Jan-Eike Hornauer … auch die letzten Läden »Mama, ich möcht’ draußen sein.« »Nein, du kommst sofort mit rein! Liebes Kind, hier spielt man nicht, der Spielplatz ist jetzt leider dicht. Komm, es geht jetzt gleich nach Hause, schnur und stracks und ohne Pause.« Vorbei am Eis-Café, […]

Weiterlesen

Lockdown-Lyrik 7: »Mit Beginn des 21.03.« von Jan-Eike Hornauer

»Lockdown-Lyrik! Quarantäne querdenken – etwas ernst zu nehmen heißt nicht, sich davon unterkriegen zu lassen« ist eine Online-Sammlung von Gedichten, die sich mit der Corona-Krise befassen. Es darf uns die Sprache nicht verschlagen! In loser Folge erscheinen neue Episoden der von Alex Dreppec, Jan-Eike Hornauer und Fritz Deppert herausgegebenen Anthologie.   Jan-Eike Hornauer Mit Beginn des 21.03.* nach der Menschen-Bewegungs-Minimierungs-Ankündigung der Landesregierung am Vortag um die Mittagszeit zur weiteren Corona-Ausbreitungsbekämpfung Bayern ist jetzt offiziell beschränkt Auch Bildungsexpansion und hochanerkanntes Abitur haben da nicht geholfen   [ * Teilt man die Datumsstellen in dieser (also der europäischen) Reihenfolge durcheinander, ergibt sich […]

Weiterlesen

Lockdown-Lyrik 2: »Der Zwangsurlaub geht viral« von Jan-Eike Hornauer

»Lockdown-Lyrik! Quarantäne querdenken – etwas ernst zu nehmen heißt nicht, sich davon unterkriegen zu lassen« ist eine Online-Sammlung von Gedichten, die sich mit der Corona-Krise befassen. Es darf uns die Sprache nicht verschlagen! In loser Folge erscheinen neue Episoden der von Alex Dreppec, Jan-Eike Hornauer und Fritz Deppert herausgegebenen Anthologie.   Jan-Eike Hornauer Der Zwangsurlaub geht viral und ein angeschäkerter Selbständiger (genauer: Autor) macht sich meditativ seine Gedanken Corona legt das Leben lahm, zwingt uns, daheim zu bleiben. Na, immerhin, man hat’s hier warm und kann schön Unsinn treiben! Man ist mal frei von dieser Welt, von ach so manchen […]

Weiterlesen

Eingestreute Gedichte: »Bauhaus-Gedanken«

  Jan-Eike Hornauer Bauhaus-Gedanken ein Jubiläums-Gedicht zum Hundertsten Geradlinig anecken Form follows function! Die Sache im Dienst des Menschen, nicht umgekehrt Schnörkellos ans Ziel! Rebellion, Revolution – Resignation? Formaler Sieg (zumindest Jahrzehnte um Jahrzehnte später) durch Formvollendung als Massenphänomen Doch: alles Hohlformen, rein kapitalistisch, was zählt, ist: nur der Markt Der Mensch: geradlinig auf der Strecke geblieben Die humanistischen Ideale, die Bauhaus-Ideologie – wer kennt das alles noch? Und wen interessiert’s? Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! So ging das doch damals, oder etwa nicht? Wer holt das alles zurück? Und: Hat es jemals gegolten, wirklich gezählt?   © Jan-Eike Hornauer, München   […]

Weiterlesen

Eingestreute Gedichte: »Über die Unmöglichkeit, ein Valentinstagsgedicht zu verfassen«

  Jan-Eike Hornauer Über die Unmöglichkeit, ein Valentinstagsgedicht zu verfassen Valentinstagsverseschreiben trocknet schnell den Füller aus, will man nicht im Kitsch verbleiben, schmeißt man alle Phrasen raus. Viele haben viel geschrieben zu genau dem einen Tag und auch allgemein zum Lieben, nahmen Wörter in Beschlag, Sätze, Bilder, Traumgedanken, nutzten sie für ihren Zweck, stahlen so den Silbenranken nach und nach den Zauber weg. Darum will ich lieber schweigen, mit den Lippen, mit dem Stift, Dir durch Blick und Küsse zeigen, dass der Tag uns sehr betrifft.   © Jan-Eike Hornauer, München   Erstveröffentlicht im ersten Solo-Gedichtband des Autors: Schallende Verse, […]

Weiterlesen
1 2 3 4 5 25