Auf der Jagd nach dem Weltgeist: Till Rodheudts neuer Lyrikband »sub specie aeternitatis«

Da traut sich einer dies: den großen Wurf versuchen. Mit Kleinigkeiten hält sich Till Rodheudt in seinem zweiten Lyrikband, mit dem Titel »sub specie aeternitatis« (dt. »Unter dem Gesichtspunkt der Ewigkeit«) soeben in der Reihe Poesie 21 erschienen, nicht auf. Er jagt den Weltgeist, will den Menschen an sich auf der Erde und im Universum vermessen und erkunden, will das Grundsätzliche erörtern, bildgewaltig und mit Mut zum Pathos. Rodheudt greift dazu in die Literatur-, Philosophie- und Kunstgeschichte aus, bedient sich in der antiken Mythologie, am Biblisch-Religiösen, im Mittelalterlichen und dem Kosmos fremder Kulturen sowie am Hier und Heute, an Naturwissenschaft, […]

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Poetin mit dem richtigen Biss – zum 90. Geburtstag von Renate Schön

von Sabine Zaplin Vielleicht liegt es daran, dass sie früher in ihrem Brotberuf Zahnärztin war: Renate Schön besitzt den richtigen Biss, um die Themen der Gegenwart poetisch aufzugreifen. Seit vielen Jahren bearbeitet sie all das, was ihr begegnet und vor die Augen kommt, mit den Mittel der Lyrik. So ist über die Zeit ein Werk entstanden, dem beides gelingt: in aller Ruhe gereift und gleichzeitig überraschend jung zu sein. Es ist kaum zu glauben, dass sie heute, am 30. März, wirklich schon 90 Jahre alt wird. Neuer Gedichtband – Tradition und Frische »Noch bin ich nicht angekommen«, heißt ihr gerade, […]

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Debüt-Band »zum Tee ein Kataströpfchen« von Guido Luft: dem normalen Leben mit Witz und Lakonie facettenreiche Verse abgewonnen

Eindrückliche und leicht zugängliche Bilder sowie eine klare, pointierte Sprache prägen »zum Tee ein Kataströpfchen«, den Debüt-Band von Guido Luft, der soeben in der Reihe »Poesie 21« erschienen ist. Stimmungen des Alltags, des normalen Lebens greift der Lyriker in seinen Versen auf und fertigt aus ihnen Momentaufnahmen, die von Ästhetik, Witz und Lakonie zeugen. Enttäuschungen und Glücksmomente, Unbeschwertheit und Verlorenheit sind hier enge Nachbarn. Mit wenigen Pinselstrichen zeichnet Guido Luft magische Stimmungen, wenn es beispielsweise heißt: »Draußen aalt sich / die Sonne im Kaffeeduft«. An anderer Stelle zeigen sich seine Verse ganz jetztzeitig, und es wird auch nicht eindeutig behaglich, […]

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Jubiläums-Band der Reihe »Poesie 21«: Das Debüt »zwischen den beats« von Till Rodheudt ist Band 100 der etablierten Gedicht-Reihe

Unverwechselbar im Sound, ausgreifend in der Thematik, bild- und sprachprägnant: Nicht zufällig hat Till Rodheudts Erstlingswerk den Jubiläums-Platz der Reihe erhalten. Nach dem ganz Großen greift der Lyriker Till Rodheudt: Es geht ihm in seinem Debütband »zwischen den beats« um die Verortung des menschlichen Ichs in der Unendlichkeit der Zeit und des Kosmos. Dabei zeigt er sich ebenso traditionsbewusst wie auf der Höhe der Gegenwart: Naturwissenschaftlich-technische Aspekte der Moderne prallen hier auf antike Mythologie und mittelalterliche Motive. Rodheudt greift in seinen Versen bis hinab in die tiefsten Tiefseegräben unseres Planeten und hinauf zum Bergmassiv der Maxwell Montes auf der Venus. […]

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»Wage im Regen ein Tänzchen« – Neue Anthologie von David Westphal in der Reihe Poesie 21

Ein Prosit auf die Lyrik: In der Reihe Poesie 21 ist frisch ein Band erschienen erschienen, der das Jubilieren feiert und das Feiern bejubelt – mal weihevoll, mal wild in Worte gefasst von 48 Stimmen aus dem deutschsprachigen Raum. Wie viele Gründe gibt es wohl zum Jubeln und Feiern? 48 Dichterinnen und Dichter sind dieser Frage nachgegangen. Dieser Band präsentiert poetische Texte, die uns zeigen, zu welchen Anlässen ihre Autorinnen und Autoren mit »Raketenschuhen« auf das Parkett gehen. Mit unbeschwerter Leichtigkeit folgen sie der »Fährte des Glücks«. Natürlich bringt nicht jedes Fest nur Wonne mit sich. Manchmal ist man im […]

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