Das knifflige Poesiepuzzle, Folge 10: Das Lyrische und das Komische

Achim Raven veröffentlicht in loser Folge am 13. eines Monats Überlegungen zu Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Gedichteschreibens. Im ersten Beitrag geht es um den Vers, der weder Zeile noch Satz ist und in der Ambivalenz seiner Möglichkeiten höchsten Scharfsinn oder aber bodenlose Dumpfheit befördern kann. Das Lyrische und das Komische 1.) Allgemeiner Teil: Kleine Philosophie der literarischen Komik Das Komische gilt gemeinhin als etwas, das uns entweder erheitert, guten Mut macht, oder uns aber zur schadenfrohen Boshaftigkeit anstachelt. Es hält sich nicht an die Regeln der Folgerichtigkeit. Es ist amoralisch und akausal, weil es einer Lustökonomie folgt, die ihre eigenen […]

Weiterlesen

Humor in der Lyrik – Folge 51: Robert Gernhardt (1937 – 2006) „Ein gutes Wort ist nie verschenkt!“

Humor in der Lyrik

Die Behauptung ›Lyriker haben keinen Humor‹ gehört zu den unausrottbaren Missverständnissen. Doch gerade in dieser literarischen Gattung blüht Humor in allen Facetten. Alfons Schweiggert stellt an jedem 25. des Monats lyrischen Humor und humorvolle Lyriker in seiner Rubrik »Humor in der Lyrik« vor. Als Kolumnist von DAS GEDICHT blog will er damit Anregungen geben, Humor in der Lyrik zu entdecken und humorvolle Vertreter dieser Gattung (wieder) zu lesen.   „Was ist der Unterschied zwischen einer Weinflasche und Gefühlen? – Die Weinflasche muss man aufmachen, Gefühle muss man zulassen …“ – solche Antworten auf weltbewegende Fragen gab er sich immer wieder, […]

Weiterlesen

Gedichte mit Tradition, Folge 145: »Sonett drängendster Sehnsucht«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Jan-Eike Hornauer Sonett drängendster Sehnsucht Ach, übermächtig scheint mir mein Verlangen, das mir mein Denken immer mehr zerfrisst und wahrhaft schon ein sehr Spezielles ist. Ich sag’ nicht was, man würde mich sonst fangen. In jackenweißer Anstalt eingesperrt verbrächte ich – da der Mensch ja, was er nicht versteht, am allerliebsten möglichst weit umgeht – fortan wohl jeden Tag. Und alle Nächte. Ach was, ich will die Wahrheit endlich sagen, sie ist nach Bachmann immer zumutbar: Der Lyrikgipfel lockt mich gleich Sirenen. […]

Weiterlesen

Gedichte mit Tradition, Folge 80: »Quod erat demonstrandum«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Michael Hüttenberger Quod erat demonstrandum Ein Rehlein trägt ein Schild am Stock. Der Förster siehts, erstillt vor Schock, denn neben ihm die Schildwutz protestet auch für Wildschutz. Im Schilderwald das Wild erschallt. Es schallt im Wald vom Wild, das schilt. Das Wild des Walds, es schilt, drum schallts. Was führt das Wild im Wald im Schild? Ein wilder Wald mit Wild, das chillt trotz allem Schildertrutz und Weh, wär gut für Förster, Wutz und Reh. © Michael Hüttenberger, Darmstadt / Stedesdorf   […]

Weiterlesen

Gedichte mit Tradition, Folge 47: »S oder nicht S: (s)panische Erkenntnis«

Gedichte mit Tradition

»Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie«: eine fortlaufende Online-Anthologie, zusammengestellt von Jan-Eike Hornauer   Michael Hüttenberger S oder nicht S: (s)panische Erkenntnis Wenn Frauen von mir wichen, müsst’ ich wichsen. Es käm’ mir spanisch vor, und ich wär’ panisch: Besorgte mir sofort ’ne schicke Schickse. Versaute unter Buchen mir die Buchsen. Und suchte in den Nächten mir die nächste.   © Michael Hüttenberger, Stedesdorf / Darmstadt         »Gedichte mit Tradition« im Archiv Zu dieser Reihe: »Gedichte mit Tradition – Neue Blätter am Stammbaum der Poesie« ist eine Online-Sammlung zeitgenössischer Poeme, die zentral auf […]

Weiterlesen
1 2 3